Es kommt nicht oft vor, dass mich ein Elektroauto auf mehreren Ebenen dermassen überrascht. Beim Abarth 600e Scorpionissima, also der schärfsten Abarth-Version des Fiat 600, ist das aber der Fall. Das Auto hat mich einerseits total geflasht. Es verkörpert so sehr das, was sich Autofans wünschen! Aber die Nachteile des Elektroantriebs machen dem eigentlich so tollen Auto einen massiven Strich durch die Rechnung. Schade! Spannend ist ausserdem auch die Preisgestaltung des Autos…
Ford Capri: Woran liegt’s?
Mal abgesehen vom Testwagen habe ich den Ford Capri auf öffentlichen Strassen so oft gesehen wie den Ford GT: Kein einziges Mal. Während das beim GT zwar jammerschade, aber auch verständlich ist, sollte dies beim Capri nicht sein, denn der ist als Volumenmodell konzipiert. Am Namen kann es wohl nicht liegen, denn obwohl Ford es nicht lassen kann, eingefleischte Petrolheads mit der Namensgebung ihrer Modelle zu verärgern, so ist dies wohl kein Hinderungsgrund für passable Verkaufszahlen, wie der Mustang Mach-E beweist. Man spricht wohl einfach eine Zielgruppe an, der es völlig egal ist, dass das Auto niemals so heissen dürfte. Im Test des Ford Capri, der technisch gesehen das Schwestermodell vom VW ID.5 ist, gehe ich auf Ursachenforschung, warum Ford das Modell nicht loswird. Eines vorneweg: Einen triftigen Grund habe ich nicht gefunden.
Der schweizerischste Japaner ist zurück: Bühne frei für den Subaru WRX!
All.Cars, Importeur vom heissen Nissan Z, haut den nächsten Hammer raus, denn die Petrolheads importieren den Subaru WRX, der ab sofort in der Schweiz bestellbar ist. Kurze Rückblende: Die WRX-Modelle, früher noch unter dem Namen Impreza, erfreuten sich in der Schweiz stets grosser Beliebtheit, insbesondere die schärfsten STi-Modelle. Der schnelle Subaru bekam den etwas abschätzigen Titel Bauernporsche, wobei jedoch der Porsche-Teil bezüglich Handling durchaus ernst genommen werden darf. Seit rund sechs Jahren gibt es keinen sportlichen Subaru mehr in der Schweiz und in Europa – ein Umstand, der heute geändert wird. Obwohl es sich um ein neues Modell handelt, verspricht der Subaru WRX ungefilterten Oldschool-Fahrspass, also genau das, was bei normalen Autos je länger desto mehr verloren geht!
Maserati Grecale Folgore: Viel Sympathie nötig
Eine zentrale Frage begleitet mich beim Test des Maserati Grecale Folgore: Warum macht es Maserati mir so schwer? Wobei, nein, die Frage muss lauten: Wieso macht es Maserati SICH so schwer? Noch einmal für alle zum Mitschreiben: Maserati baut mittlerweile auch Elektroautos, diese tragen den Beinamen Folgore (italienisch für Blitz). Der Granturismo Folgore war gleichwohl Überraschung und Offenbarung: Performance, dass der Asphalt glüht, 800-Volt-Architektur, niedriger Verbrauch, Sitzposition nahe am Boden dank T-förmiger-Batterie. Und das aus dem Nichts! Von Maserati! Wow. Und hier steht der Grecale Folgore. SUV statt Granturismo, das heisst grosse Zielgruppe und potenziell grosser Absatz. Mit grösserer Batterie als beim Granturismo, dessen Kapazität eine der wenigen Schwachstellen ist. Doch im Gegensatz zum Granturismo vermag der Grecale Folgore keine Begeisterungsstürme auszulösen. Dabei wäre es doch so einfach…
Nissan Z: Führe uns in Versuchung (und erlöse uns vom EU-Wahnsinn)
Neue Autos, die nicht mindestens drei Organe kosten, machen keinen Spass mehr. Die Gründe sind vielschichtig, aber der von der EU erzwungene Elektro-Kurs, die Kastration des Verbrenners sowie der grassierende Assistenzwahn sind sicherlich drei triftige Gründe. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel – und der Nissan Z ist eine der wenigen Perlen, die man heute als Neuwagen-Fahrmaschine kaufen kann. Dank gebührt hier aber nicht nur den Japanern, dass sie diesen anachronistischen Sportwagen bauen, sondern dem Importeur All.Cars. Unermüdlichen Enthusiasten wie ihnen ist es zu verdanken, dass der Nissan Z via Amerika eine Schweizer Zulassung bekommt, denn Nissan Schweiz importiert den Wagen nicht. Um es gleich vorwegzunehmen: All das neumodische Zeugs ist im Z vorbeigegangen. Er ist auch nicht das Skalpell, das auf der Nordschleife einen Rekord in den Asphalt brennt. Hier zählt Feeling – und genau das ist es, wonach sich Fans vom Z, aber auch Fahrenthusiasten allgemein, so sehr sehnen. Im Japaner gibt es die volle Breitseite davon plus die Erinnerung, dass Autos aus dem letzten Jahrzehnt einfach geiler sind!
Mercedes-AMG CLE 53 Cabrio: Milder Genuss
Leider muss man heutzutage für ein Cabrio fast ausnahmslos bei den teuren Herstellern vorstellig werden. Noch vor einigen Jahren waren Cabrios in verschiedenen Segmenten vertreten, heute sind es vornehmlich teurere Modelle. Eines davon ist das Mercedes CLE Cabrio, das als (vorläufig) stärkste AMG-Variante antritt. Das sportlich-luxuriöse Cabrio verwöhnt auf mehreren Ebenen und lässt kaum Wünsche offen. Lediglich Detailschwächen trüben das Gesamtbild. Und trotzdem: Ein bisschen Wehmut bleibt, wenn man sich diesem Auto widmet.
VW ID.3 GTX: GTI oder nicht?
Mit dem VW ID.3 GTX hat VW erstmals ein sportliches Elektroauto im Portfolio. Besonders interessant ist am GTX, dass er heckgetrieben ist und somit grundsätzlich eine gute Ausgangslage für sportliches Fahren verfügt. Die grosse Frage ist nun, ob der ID.3 GTX quasi ein elektrischer GTI ist oder doch eher eine sportliche Ausstattungslinie ist? Und ganz abgesehen von den sportlichen Qualitäten gibt es ohnehin einiges über den ID.3 und dessen kurze, aber dennoch bewegte Story. Das wird aber nicht nur Lobhudelei.
Audi A5 Avant: Neue Stärken, neue Schwächen
Meiner Ansicht nach ist es völlig gleichgültig, ob es sich um Mensch oder Auto handelt: Der erste Eindruck ist wichtig. Er prägt und formt teilweise ein Urteil, ganz egal, ob wir das möchten oder nicht. Beim neuen Audi A5 wird Irrsinn mit Geiz gepaart. Eigentlich sollte der A5 der Beginn einer neuen Ära markieren, wonach ungerade Zahl = Verbrenner bedeutet. Nur hat sich Audi aber bereits beim neuen A6 wieder rückbesinnt. Nun gibt es also einen A5, der eigentlich ein A4 sein sollte, sowie zwei A6. Und was aus dem ursprünglichen A5 wird, weiss vielleicht nicht einmal Audi selbst. Anyway, jedenfalls wird mir der Schlüssel zum neuen A5 Avant ausgehändigt und der ist eine Katastrophe. Billigstes Plastik, keinerlei liebevolles Detail – Hauptsache günstig. Und das, obwohl man Premium bis zum Gehtnichtmehr predigt und der Testwagen die 100k-Schallmauer nur knapp verfehlt. Nun dann, tauchen wir ein ins shaky gestartete Review eines Modells, das für Audi bedeutungsvoll ist.
Cupra Leon ST VZ: Der harte Kern
Cupra, das steht für Cupracing – eine Bezeichnung und Ehre, die früher nur den schärfsten Seat-Modellen zuteil wurde. Seit 2018 ist Cupra eigenständig und mittelfristig der Tod von Seat. Ursprünglich als zusätzliche Lifestylemarke etabliert, wird sich die margenstärkere Cupra-Marke innerhalb des VW-Konzerns durchsetzen. Einst Speerspitze, bald Eier legende Wollmilchsau. In der Zwischenzeit ist die Marke denn auch stark von der einstigen Bezeichnung abgedriftet. Cupracing war mal, mittlerweile ist Lifestyle, Design, Merchandising und Elektro angesagt. Sämtliche Verantwortlichen würden derzeit die beiden SUVs Tavascan und Terramar ins Rampenlicht schieben. Wie zuvor erwähnt: Viel Lifestyle, viel Design, viel Elektro, natürlich viel Marge – aber herzlich wenig Cupracing. Auch beim Leon ist die Modellpalette gross, nur die schnelle Variante VZ ist in meinen Augen ein echter Cupra. Der Kombi ist erfrischend oldschool in der heutigen Zeit – und ein Leon, der Geschichte schreibt; weil er der erste seiner Art ist, der quer geht. Was für ein Vergnügen!
Alpine A290: Cool, aber nicht heiss
Die Alpine A290 ist der erste Schritt hin zur Elektromobilität der französischen Performance-Marke. Ganz, ganz wichtig: Auf gar keinen Fall darf man bei der A290 auch nur im Entferntesten an die A110 denken. Die beiden Autos sind so weit weg, wie sie nur sein können. Also, Blick nach vorn gerichtet. Vor uns steht ein hübscher, aufgebrezelter und sportlicher Kleinwagen aus Frankreich. Die A290 wäre prädestiniert, um den Renault Clio R.S., den es seit Jahren nicht mehr gibt, zu beerben. Schliesslich ist die A290 auch keine Eigenentwicklung, sondern ein gepimpter Renault R5, der Vergleich zum Clio R.S. liegt also nahe. Spoiler: Leider ist dem nicht so. Die neue, kleine Alpine ist ein cooles und witziges Gefährt, aber die Petrolheads lässt das Auto kalt. Wenn ich ganz hart sein will: Eine verpasste Chance für Alpine.
MG Cyberster: Das China-Wunder
Schaut euch die etablierten Hersteller an, zu denen ein elektrischer Roadster ins Portfolio passen würde. Lotus. Jaguar. Porsche. Audi. BMW. Mercedes. Tesla hat seinen Roadster gefühlt vor einem Jahrzehnt angekündigt, passiert ist seither nicht viel. Und ausgerechnet die Chinesen hauen mit dem MG Cyberster ein automobiles Erdbeben auf den Markt. Man kann ja von China halten, was man will, aber die Chinesen haben nicht nur Mut, die können auch was. Ich habe viel über den Cyberster gelesen und geschaut und es wird immer an diversen Punkten über das Auto genörgelt. Ich sage: Bullshit. Natürlich könnte auch am MG der eine oder andere Punkt verbessert werden, aber wenn ich jetzt ein Elektroauto kaufen müsste, es wäre der Cyberster. Vergesst Rundenzeiten und Topspeeds jenseits von 250 km/h. Ich predige einmal mehr, worum es bei einem Fahrspass-Auto – und bei einem Roadster erst recht – geht: Feeling. Und hier überzeugt der Cyberster auf ganzer Linie.
Ford Mustang Dark Horse: Er kam, sah und wütete
Es stirbt aktuell gefühlt eine Autolegende nach der anderen und auch Ford dünnt insbesondere sein europäisches Portfolio auf fragwürdige Weise aus. Aber die Strahlkraft vom Mustang ist offensichtlich gross genug, um das legendäre Muscle Car weiterzuführen – ein Hoch auf Ford! Doch bei aller Euphorie ist das Review knochentrocken bereits bei der Einleitung schnell zusammengefasst. Ist der Mustang saumässig schnell? Nein. Ist er ein Handlingwunder? Nee. Ist er eine rollende Luxuslounge? Bei weitem nicht. Ist er ein Schnäppchen? Nicht mehr. Ist er effizient? … Okay, das habe ich jetzt nicht wirklich gefragt. Insgesamt ganz okay, gut brauchbar, nirgendwo überragend. Note 4,75. Würde ich es so belassen, wäre mir nicht nur der Zorn von Ford und der Fangemeinde gewiss, ich würde auch meine eigenen Werte mit Füssen treten. Und obwohl die obigen Aussagen todernst gemeint sind, so ist die ganze Angelegenheit eben weitaus komplexer und emotionaler!
Cadillac Lyriq: Viel Potenzial, doch das Aber ist gross
Cadillac ist in Europa ein spezieller Fall. Speziell deshalb, weil der Name allen ein Begriff ist. Aufgrund der Filmindustrie sowie des unsterblichen Rufs des luxuriösen Strassenkreuzers von anno dazumal ist die Marke eigentlich bekannt. Aber wenn es ans Eingemachte geht, haben sie hierzulande entweder alle nicht auf dem Schirm oder irgendwelche bösen Vorurteile haften am Namen. Anyway, obwohl Cadillac sowohl in der Schweiz als auch in ganz Europa nie über den Status als Exot herausgekommen ist, plant GM nun im Zeichen der Elektromobilität einen Neuanfang. Cadillac wird in Europa ausschliesslich Elektrofahrzeuge anbieten, während im Heimatmarkt Verbrenner nach wie vor angeboten werden. Den Start markiert hierzulande der Lyriq, ein auffällig designtes SUV-Coupé. Welche Werte vermittelt Cadillac als Elektroauto? Und hat der Ami das Zeug, um sich gegen die riesige Konkurrenz zu behaupten?
Dacia – krass, nicht billig!
Dacia, langweilig und günstig? Nun, das stimmt nicht ganz. Günstig auf jeden Fall, denn vergleichbar grosse SUVs wie Duster und Bigster zu einem ähnlichen Preis wie bei Dacia gibt es nicht. Dabei versucht der Hersteller, die Autos smart zu bauen, sprich, Kosten zu sparen, aber so, dass dennoch alles Wesentliche an Bord ist. Ferner ist man beim Mutterhaus Renault stolz auf die Offroad-Fähigkeiten ihrer SUVs. Denn günstig heisst überhaupt nicht, dass die Autos nicht leistungsfähig sind. Duster und Bigster können im Gelände mehr, als viele Besitzer sich wahrscheinlich zutrauen würden – und auch mehr als manch anderes SUV anderer Hersteller. Dank echtem 4×4-Antrieb und Differenzialsperre sind die “billigen” SUVs im Gelände sehr fähig, dank geringem Gewicht auch ohne Untersetzungsgetriebe. Aber ich lasse mal die Bilder für sich sprechen…
Perfekt, wie immer: Mazda MX-5 30th Anniversary
Eigentlich war die Woche mit dem Mazda MX-5 nicht geplant, aber die Möglichkeit hat sich ergeben, also wieso zum Teufel nicht? Der kleine Roadster wurde schon so oft auf meinem Blog präsentiert, da darf es auch einmal mehr sein, erst recht, wenn es sich um eine Perle wie das Sondermodell 30th Anniversary zum dreissigsten Geburtstag des Kult-Roadsters aus dem Jahr 2019 handelt. Der MX-5 ist einfach die Antithese zu all dem, was automobilistisch gerade um uns herum passiert, und schon daher einfach immer wieder eine Fahrt wert. Ich finde den kleinen Flitzer schlicht super und obwohl (oder vielleicht gerade weil?!) so viel fehlt, was heute Standard ist, werde ich auf positive Art und Weise nostalgisch.
Lotus Emeya 900: Unberechenbarer Gentleman
Man könnte ein Buch darüber verfassen, wieso ein Auto wie der Emeya, ohne Insassen fast 2,6 Tonnen schwer, den Lotus-Badge trägt. Aber das ist ähnlich wie die ewige Grundsatzdiskussion, ob Elektro oder Verbrenner besser ist – beides hat hier schlicht keinen Platz, stattdessen werden die Autos von mir auf Herz und Nieren getestet. Eine kurze Einordnung erlaube ich mir dennoch. Lotus, eigentlich weltberühmt für puristische, kleine und messerscharfe Sportwagen, wurde 2017 vom chinesischen Konzern Geely übernommen mit der Strategie, luxuriöse Hochleistungs-Elektroautos zu bauen. Besagte Chinesen führen übrigens unter anderem auch Volvo und Polestar. Grund für die Übernahme war, dass die Briten einmal mehr arg in wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Eine Zukunft wie bis anhin war schlicht nicht mehr tragbar und es ist nachträglich einfach, über die Situation zu motzen. Tatsache ist aber, dass jeder Petrolhead, der finanziell überdurchschnittlich gut aufgestellt ist, mitschuldig an der Misere ist. Hätte nur jeder Zehnte, der sich aufgrund der Alltagstauglichkeit für einen Porsche Cayman entschieden hat, stattdessen einen Lotus gekauft, wäre der Lauf der Zeit wahrscheinlich ein anderer gewesen. So, nun habe ich aber genug ausgeholt. Schliesslich geht es hier und heute um den Emeya, aber so viel kann ich schon verraten: Nicht nur in der Geschichte von Lotus gibt es Auf und Abs, sondern auch in diesem Review.
Alpine A110 R: Gezählte Tage, ewige Erinnerungen
Die Entscheidung, die legendäre Marke Alpine im Jahr 2017 mit der A110 wiederzubeleben, kam genau noch zur rechten Zeit. Natürlich hatte das Ganze reichlich Vorlaufzeit, erste Pläne wurden wahrscheinlich schon anno 2010 als top secret geschmiedet. Doch hätte man die Renaissance aufgrund von Zweifeln oder Komplikationen hinausgezögert, wäre die neue Alpine A110 – einer der besten Sportwagen der Neuzeit – vielleicht nie Wirklichkeit geworden, denn: Die Zeichen stehen auf Strom, auch bei Alpine. Das Ende der A110 und somit des einzigen Benziner-Modells seit dem Relaunch der Marke ist per Ende Jahr besiegelt. Zugegeben, meine Vorfreude auf die elektrischen Modelle hält sich in Grenzen, aber das soll hier, jetzt und heute auch nicht Thema sein, das kommt noch früh genug. Heute wird es Zeit für eine Abschiedsfahrt, um die A110 angemessen zu würdigen, und zwar in der (fast) extremsten Version, die Dieppe zu bieten hat. Bühne frei für die Alpine A110 R!
Audi RS 3: Abrissbirne trifft auf Skalpell
Es sah vor nicht allzu langer Zeit danach aus, dass Audi den Fünfzylinder definitiv begräbt. Und auch wenn die Frage danach nicht mit ob, sondern wann beginnen muss, so darf einer der begehrenswertesten und markantesten Verbrennermaschinen im frisch gelifteten Audi RS 3 exklusiv weiter wüten. Gerade heute, im Jahr 2025, ist es leider tatsächlich meiner Meinung nach so, dass die Vorgängergeneration oder das Vor-Facelift-Modell das bessere ist. Sei es aus Design-Gründen, aus Assistenzwahn oder aufgrund des Antriebsportfolios. Doch beim Audi RS 3 ist das nicht der Fall. Keineswegs. Das hier ist als Gesamtpaket das beste Auto, das von den Ingolstädtern jemals mit diesem Motor gebaut wurde. Leider treibt einem das Auto nicht nur vor Freude, sondern auch aufgrund des Preises die Tränen in die Augen. Und eine geballte Ladung Kritik muss sich das Auto trotz aller Dynamik gefallen lassen.
Maserati Granturismo Trofeo: Was wir wirklich wollen
Das kommt nicht häufig vor: Ein Auto im oberen Preissegment, das es baugleich sowohl als Benziner, wie auch als Elektro-Variante gibt. Maserati tut das, stellt sich breit auf und präsentiert sich mit den Folgore-Modellen (italienisch für Blitz) zukunftsweisend und mit den Benziner-Modellen traditionell. Im letzten Jahr trat der Granturismo Folgore zum Test an und bewies, dass Maserati durchaus sportliche EVs bauen kann. Nun tritt der Trofeo zum Test an und die sich am meisten aufdrängende Frage ist wohl: Folgore oder Trofeo? Die Fakten sprechen für den Folgore: Bessere Fahrleistungen, bessere Ökologie, niedrigerer Preis. Und trotzdem wäre meine Wahl klar: Trofeo. Wieso? Vielleicht, weil ich ein Ewiggestriger bin. Vielleicht, weil ich ein Petrolhead bin. Doch die Erklärung ist etwas vielschichtiger und erfordert eine differenziertere Herangehensweise.
Cool Hatch: Cupra Born VZ
Ein ganzes Segment ist nahezu ausgestorben, nämlich das der Hot Hatches – erschwingliche, Fahrspass-orientierte Autos. Aufgrund der grassierenden CO₂-Vorgaben hat sich eine Vielzahl Hersteller sang- und klanglos von diesem Segment verabschiedet. Würdiger elektrischer Ersatz ist bislang nicht in Sicht – der Abarth 500 geht in die richtige Richtung, ist aber zu schwach und kommt vor allem viel zu wenig weit. Oder steht die Antwort etwa schon da? Cupra hat seit rund einem Jahr die Performance-Variante VZ im Angebot. Die Leistungsdaten und die Grösse stimmen. Taugt der Cupra Born VZ als würdiger elektrischer Hot Hatch? Oder versinkt alles in der Emotions- und Bedeutungslosigkeit?